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YE LIN AUF DEM INLE-SEE

Kindergeschichte aus Südostasien • YE LIN LEBT AUF DEM INLE-SEE • Ye Lin Yar Zar lebt auf dem Inle-See in Myanmar und kann, wie ein Erwachsener, schon mit der einzigartigen Einbeintechnik zur Schule rudern. Der zweitgrößte See Myanmars, 22 Kilome…


Kindergeschichte aus Südostasien


• YE LIN LEBT AUF DEM INLE-SEE •

Ye Lin Yar Zar lebt auf dem Inle-See in Myanmar und kann, wie ein Erwachsener, schon mit der einzigartigen Einbeintechnik zur Schule rudern.

Der zweitgrößte See Myanmars, 22 Kilometer lang und elf Kilometer breit, befindet sich in einer malerischen Berglandschaft in der Shan-Provinz. Ye Lin Yar Zar gehört zum Volk der Intha, auch „Söhne des Sees“ genannt. Fast autark lebt das Volk auf und vom Inle-See. Rund 70.000 Menschen leben in etwa 40 Ansiedlungen, 17 Dörfer davon stehen direkt im Wasser. Die einzigartige Einbeinrudertechnik hat die Intha weltberühmt gemacht. Wie Flamingos balancieren sie einbeinig auf einer kleinen Plattform am Bootsheck. Das zweite Bein umschlingt elegant, mit Kniekehle und Fußgelenk, ein dünnes Holzruder. Fast mühelos, mit geschmeidigem Hüftschwingen, dirigieren die Gondoliere Myanmars so ihr Boot über den See. Diese Art zu rudern ermöglicht es dem Fischer, im Einmannbetrieb Netze und Reusen auszulegen und gleichzeitig seinen Holzkahn zu manövrieren. Die zirkusreife Nummer gehört für die „Söhne des Sees“ zum Arbeitsalltag. So rudert auch Ye Lin Yar Zar jeden Tag zur Schule. Er geht in die dritte Klasse und hat noch 16 Mitschüler. In der Schule lernt er Burmesisch (seine Muttersprache ist Intha), Mathematik und hat Sport. Sein Name Ye Lin Yar Zar bedeutet „Tapferer intelligenter Held“, denn in Myanmar haben die meisten Namen eine Bedeutung. Ye Lin wohnt auf dem Inle-See im Dorf Taung Po Ni. In seinem Dorf leben 100 Familien (400 Leute) in 68 Häusern. Seine Familie hat ein Stelzenhaus im Wasser. Die Eltern (Mutter Ye Ye Cho, 36) und (Vater Nyan Win, 38) arbeiten als Farmer, sie bauen Reis und Tomaten an. Wenn die Erntesaison vorbei ist, verdient der Vater sein Geld mit der Fischerei und die Mutter arbeitet als Weberin. Wenn Ye Lins Eltern auf dem Feld oder auf dem See arbeiten, geht er mit seiner neunjährigen Schwester Than Dar Aung zu seinem Onkel Ko Thein Tun (52) und zur Großmutter Daw Khin Aye (75), weil das Teakholzhaus viel mehr Platz zum Spielen hat, als ihr kleines Stelzenhaus. An einem runden Tisch essen sie zusammen oder spielen mit Kürbiskernen und einem kleinen Knopf vom Hemd eine Art Minibillard. Ye Lin spielt aber auch gern Fußball oder Chinlon (wie Volleyball mit Netz, aber nur mit den Füßen). Aber am allerliebsten geht er mit seinem Onkel auf Aalfang mit kleinen Reusen. Oft bleiben die Reusen leer, aber die beiden haben auch schon Aale von 50 cm Länge gefangen. Im Oktober oder November, abhängig vom Mondkalender, findet auf dem See das Phaung Daw U Festival statt. Das größte Fest der Intha dauert 19 Tage, an denen eine goldene Barke (Shwe Hintha) vier Buddha-Statuen von Ort zu Ort bringt. Die goldene Barke wollte sich Ye Lin auch ansehen und ist mit seinem Onkel per Boot dorthin gefahren.

Die Kindergeschichte YE LIN AUF DEM INLE-SEE eignet sich gut für eine Kinderzeitschrift.

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